Nachklang „Wa(h)re, Werte und Repair-Cafés … im Gespräch.“

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„Konsum ….!“ trötet die Band („the tripping kitchman trio“) … und der Hall verstärkt die suggestive Wirkung. Drum schlagen die Besucher/innen vom Living Room Brunch am Sonntag, 29. November (1. Advent) beim Buffett wieder voll zu.

 

 

 

 

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Der Anruf vom Reparaturführer unterbricht die besinnliche Stimmung. Ob es im Umfeld repariertüchtige Menschen gebe? Ja klar gibt es die! Das Offene Wohnzimmer, wo’s Kaffee gibt, ist schon da, jetzt steht der Gründung eines Repair Cafés nichts mehr im Wege. Das Offene Wohnzimmer steht für diesen Brunch wieder in der ehemaligen Spenglerei, die jetzt „Osttor“ heisst.

 

 

 

 

 

 

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Damit auch die inneren Werte gewahrt bleiben; in der Adventszeit, in der die Geschäfte auf gute Sonntagsverkäufe hoffen, ist der reformierte Pfarrer Klaus Geiger-Feller zu Gast auf dem Sofa. Er sieht im Geschenke-Kaufrausch vor allem Ersatzhandlungen für zwischenmenschliche Begegnungen. Beim Einkaufen solle sich niemand ungehörig einschränken, findet er; er zieht es vor, nicht Genügsamkeit, sondern „bewussten Konsum“ zu predigen.

 

 

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Mit Roland Bamert, Umweltwissenschafter und zugleich Ingenieur, gönnen wir uns einen Powerpoint-Vortrag. Der Fachmann macht dem staunenden Publikum klar, dass wir für eine wirklich nachhaltige Entwicklung – bei Produktion und Konsum – viel Spielraum haben, und dies in genau eine Richtung: nur nach unten. „Suffizienz“ heisst das neue Zauberwort. Es ist nett, die Effizienz zu steigern und eine „grüne“ Wirtschaft anzustreben. Allerdings leben wir hierzulande – was den Ressourcenverbrauch angeht – nach wie vor auf einem viel zu hohen Niveau. Dieses können wir senken, …

 

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… indem wir zum Beispiel Gebrauchsgüter länger am Leben erhalten. Carmen Cepon, die engagierte Unternehmerin aus St. Gallen, ist bei der Projekteplattform „OstSinn“ aktiv. Ihre Initiative „ReparierBar Ostschweiz“ unterstützt und vernetzt seit über zwei Jahren Repair Café-Projekte. Carmen moderiert das Gespräch mit den Winterthurer Repair Café-Vertreter/innen und erreicht das hohe Ziel einer gelungenen Koordination: Wir erfahren, wann in Winterthur wo und was geplant ist!

 

 

Was ist ein Repair Café? – Wer einen Toaster hat, der nicht mehr funktioniert oder eine Tasche, deren Griff gerissen ist, kann sich in einem Repair Café von Profis – u.a. in den Bereichen Holz/Metall, Elektronik und Textil – dazu anleiten lassen, sein Lieblingsstück selbst zu reparieren. Ein Repair Café basiert auf Kollekte. Für eine Verkürzung der Wartezeiten dient das Café, wo’s Kaffee und Kuchen gibt. Diese Repair-Projekte sind vor kurzem gestartet oder starten 2016:

 

Repair Café im machwerk   Lagerplatz 13   Start: Sonntag, 20. Februar 2016

Weitere Termine:

Alle zwei Monate, jeweils der 2. Sonntag

Repair Café in der Giesserei    Ida-Sträuli-Strasse 65   Termin im Frühjahr 2016

Mehr Informationen zum Thema „Repair Café“: www.repaircafe.org

 

Mit unserem Living Room Brunch „Konsum !“ haben wir etwa 1,00 t C02 produziert.

Die Emissionen setzen sich wie folgt zusammen:

Mobilität Besucher * 0,44 t
Mobilität Veranstalter 9,09 kg
Gebäude 0,16 kg
Catering 0,38 t
Print 6,33 kg
Sonstiges 0,65 kg
1,00 t CO2

* gemäss Umfrage bei den Besucher/innen

 

Im Jahr 2016 gibt es eine „Baumpflanzaktion“. Es werden so viele Bäume gepflanzt, dass sie während ihres Lebens den C02-Ausstoss unserer Living Room Brunch-Veranstaltungen 2015 neutralisieren.